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	<title> &#187; Karibik</title>
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	<description>Reisegeschichten aus aller Welt</description>
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		<title>Ich glaube, ich wohne hier.</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2015 00:18:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Lena]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Mein Rucksack liegt leer unter meinem Bett.</p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">Mein Rucksack liegt leer unter meinem Bett.</p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
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<p>Ich bin auf Bocas del Toro. Ja, nochmal. Ich bin zurückgekehrt und habe damit mein eigenes Dogma gebrochen, nie an einen Ort zurückzukehren. Denn nie ist es wie es zuvor einmal war. <a title="Link zur Story 'Weißes Kokosbrot, grüne Wellen und rote Latzhosen'" href="http://stories-i-tell.com/panama-karibik-bocas-del-toro/" target="_blank">Und weil es zuvor einmal toll war,</a> will man ja zurückkehren. Also kann man eigentlich nur enttäuscht werden.</p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-854" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/03/0.Boatride-808x538.jpg" alt="0.Boatride" width="808" height="538" /></p>
<h3></h3>
<p>Doch dieses Mal will ich es gar nicht wie es zuvor einmal war. Nach sechs Monaten unterwegs sein, drei Tagen an einem Ort, irgendwie irgendwo im Hostel unterkommen, Rucksack packen, Rucksack schleppen, ewig Bus fahren, wollte ich jetzt mal meinen Rucksack auspacken. Und ausgepackt lassen. Nach sechs Monaten Gemeinsamkeit, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, habe ich mich von meiner Reise-, Herz- und Seelenbegleitung verabschiedet. Nach sechs Monaten Hostelleben habe ich jetzt ein Apartment. Ohne Rezeption, an der ich alles erfragen kann. Ohne Gemeinschaftsraum, in dem ich Gleichgesinnte treffe. Ich habe einen Job, ein Fahrrad, eine lokale Telefonnummer, Hobbies, Freunde und noch mehr Bekannte. Nach sechs Monaten Besucher sein, bin ich jetzt Bewohner.</p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-890" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/06/Foto-6-808x606.jpg" alt="Foto 6" width="808" height="606" /></p>
<h3></h3>
<p>So toll das Reisen auch ist, noch toller fühlt sich gerade das Wohnen an. Auf der Hauptstraße, auf der ich mich noch als Besucher hauptsächlich aufhielt, bewege ich mich kaum noch. Und wenn, treffe ich alle zehn Meter auf einen Bekannten. Die ganzen verschiedenen Restaurants, die ich als Besucher noch ausprobieren wollte, rieche ich nicht einmal mehr. Ich fahre gezielt zu dem Supermarkt, der meinen Lieblingsbohnenmuss verkauft und zu der Gemüsehütte in der vierten Straße, der das frischste und günstigste Gemüse hat.</p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-895" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/06/Foto-61-808x606.jpg" alt="Foto 6" width="808" height="606" /></p>
<h3></h3>
<p>Wenn ich nach Hause komme, lasse ich mich einfach auf mein Bett fallen. Ich besitze wieder einen Haustürschlüssel. Und einen fixen Ort, an dem ich diesen immer ablege. Im Bad lasse ich meine Sachen einfach stehen und rammel sie nicht in den Kulturbeutel. Auch mein Handtuch hat dort einen ganz eigenen Haken. Im Kühlschrank sind allein meine Sachen und keiner trinkt mir die Milch weg.</p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-891" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/06/Foto-808x624.jpg" alt="Foto" width="808" height="624" /></p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-889" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/06/Foto-5-808x606.jpg" alt="Foto 5" width="808" height="606" /></p>
<h3></h3>
<p>Meinen Rucksack habe ich komplett ausgepackt, meine wenige Kleidung hängt auf Bügeln in der Ecke meines Apartments, der Rucksack liegt leer und nutzlos unter dem Bett. Ich besitze mittlerweile einen eigenen Ventilator und eigene Kissen für mein Bett. So große Dinge habe ich schon lange nicht mehr gekauft. Denn Kaufkriterium war stets, ob es noch in den Rucksack passt oder sich dort dranschnallen lässt. In so einem eigenen Zuhause kommt tatsächlich mehr unter als in so einem Rucksack, <a title="Link zur Story 'Dieser Heimatteil von mir'" href="http://stories-i-tell.com/kurz-vorm-reisen-dieser-heimatteil-von-mir/" target="_blank">der bis jetzt immer mein Zuhause war</a>.</p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-905" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/06/0.Wendy_-808x606.jpg" alt="0.Wendy" width="808" height="606" /></p>
<h3></h3>
<p>Ich fahre meine eigenen Wege, ich putze mein eigenes Bad, ich treffe meine eigenen Freunde an meinen eigenen Orten. Anstatt von frühem Reißverschlusszippen im Schlafsaal wach zu werden, weckt mich mein Wecker, um pünktlich zur Arbeit oder in die Wellen zu kommen. Anstatt meinen Reisepass stets an mir oder im Schließfach zu haben, ruht er jetzt in der hintersten Ecke hinter der Kleidung. Anstatt nur eine Scheibe Käse und eine halbe Tomate für eine Mahlzeit zu kaufen, mache ich jetzt richtige Supermarkteinkäufe, die ich kaum nach Hause geschleppt bekomme, die meinen kleinen Kühlschrank bis zum Rand füllen und die mich mit dem chinesischen Verkäufer so bekannt machen, dass er mich abends beim zufälligen Aufeinandertreffen auf Bier einlädt.</p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-901" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/06/0.bici_-808x602.jpg" alt="0.bici" width="808" height="602" /></p>
<h3></h3>
<p>Vor sechs Monaten waren Dinge wie diese noch normal. Jetzt sind sie wieder besonders. Damals habe ich mich von allem befreit. Strukturen, Verantwortlichkeiten, Uhrzeiten, Abhängigkeiten. All dies habe ich gesprengt und bin einfach losgezogen. Das war das ultimative Freiheitsgefühl und tat so wahnsinnig gut. Jetzt lasse ich Dinge wie diese wieder in mein Leben. Eben nur an einem ganz anderen Ort und in ganz anderen Dosen und ganz selbstbestimmt. Aber auch dies ist das ultimative Freiheitsgefühl und tut so wahnsinnig gut.</p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-892" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/06/Foto-8-808x557.jpg" alt="Foto 8" width="808" height="557" /></p>
<h3></h3>
<p>Momentan überlege ich, mir einen Mixer zu kaufen, um morgens frische Säfte zu machen. Aber das ist mir momentan noch zu viel Investment, Besitz und Bindung. Und passt gemeinsam mit dem Ventilator und den Kissen erst Recht nicht in den Rucksack. Freunde und Familie fragen mich, was denn nun mein Plan sei. Ich habe keine Ahnung. Ich weiß nur, dass es mir momentan hier so gefällt. Und ich weiß, dass ich in ein paar Wochen entweder den Mixer gekauft oder aber den Rucksack wieder gepackt habe.</p>
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<p><strong>Was meinst du – Reisen oder Wohnen? Schreibe einen Kommentar!</strong></p>
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		<title>Weißes Kokosbrot, grüne Wellen und rote Latzhosen</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Apr 2015 18:41:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Lena]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Bocas del Toro trägt alle Farben.</p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"> Bocas del Toro trägt alle Farben.</p>
<hr />
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<p>Ich sitze in meinem orangenen <a title="Link zum Hostel Tungara" href="http://tungara.com/" target="_blank">Hostelzimmer</a>, es ist gemütlich und überall hängen unsere bunten Handtücher. Von draußen scheint die gelbe Sonne durch den Spalt der braunen Holzfenster. Da möchte ich hin. Ich gehe hinaus auf die Straße in Panamas Karibik: Bocas del Toro. Die Straße ist grau asphaltiert, aber das Leben hier füllt sie mit den buntesten Farben.</p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-858" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/03/0.Hostal_Tungara-808x538.jpg" alt="0.Hostal_Tungara" width="808" height="538" /></p>
<h3></h3>
<p>Direkt vor unserem Hostel lungern meistens unsere Freunde herum – auch sie sind bunt gemixt. Einige kommen aus Bocas und leben schon ihr ganzes Leben das bunte Bocas Leben, andere kommen aus Panama City, aber verweilen die meiste Zeit hier. Nochmal andere sind ein Mix aus karibischem Vater und innerländischer Mutter. Und manche kommen von ganz woanders aus der Welt, aber haben Panamas Karibik für sich entdeckt. Sie tragen braunes, blondes, korkenziehergelocktes oder gedreadlocktes Haar und sie alle zusammen machen diesen Ort so vielfarbig.</p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-860" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/04/0.House_Green_Laundry-808x538.jpg" alt="0.House_Green_Laundry" width="808" height="538" /></p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-857" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/03/0.Group_Globos-808x538.jpg" alt="0.Group_Globos" width="808" height="538" /></p>
<h3></h3>
<p>Genauso kunterbunt wie die Menschen ist auch der Tag in Panamas Karibik. Wir stehen irgendwann auf. Wann weiß ich nicht, denn auch der Biorythmus ist von den vielen verschiedenen Eindrücken hier durcheinander gebracht. Dann haben wir jede mögliche Frühstücksoption – von dunkelbraunem deutschem Vollkornbrot bis zu weißem Kokosbrot. Johnny Queque nennen es die Bocatoreños liebevoll.</p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-862" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/04/0.House_green_Window-808x538.jpg" alt="0.House_green_Window" width="808" height="538" /></p>
<h3></h3>
<p>Danach haben wir unendliche weitere Optionen. Wir entscheiden uns meistens für das azurblaue Wasser und gehen <a title="Link zur Surfschule Mono Loco" href="http://monolocosurfschool.com/" target="_blank">surfen</a>. Ich schlüpfe in meinen rot-rosanen Surfsuite, schnappe mein orange-blaues Surfboard und springe mit meinen genauso farbenfrohen Freundinnen in das blau-gelbe Boot, das uns direkt zur grün-weißen Welle bringt. Die Welle nehmen wir bis sie zweimal grün und zweimal weiß war und reiten sie bis zu den braunen Steinen. Als wir aus dem Wasser ins Boot zurückkrabbeln, haben wir ein paar rote Wunden am Fuß von dem grün-braunem Unterwasser Reef.</p>
<p>Einen Tag bäumt sich genau über uns im Wasser ein Regenbogen auf. Perfekt geformt kommt er aus dem Wasser und endet auf der anderen Seite wieder im Wasser. Es ist ein doppelter Regenbogen und er trägt jede Farbe so klar und intensiv wie ich es noch nie gesehen habe. Sogar Regenbogen sind hier bunter.</p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-876" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/04/0.Surf_-808x538.jpg" alt="0.Surf" width="808" height="538" /></p>
<h3></h3>
<p>Später gehen wir zu unserem kunterbunten <a title="Link zur Sprachschule Habla Ya" href="http://www.hablayapanama.com/" target="_blank" class="broken_link">Spanischunterricht</a>. Ofelina in ihrer blauen Latzhose mit dem pinken-orangenen T-Shirt darunter unterrichtet uns für ein paar Tage, um unser dunkles Straßenspanisch zum Glänzen zu bringen. Jeden Tag machen wir etwas anderes mit ihr und jedes Mal geht die Zeit viel zu schnell vorbei. Manchmal spielen wir Spiele auf Spanisch mit Tieren und fühlen uns wie Schulkinder. Jeden Tag kehren wir mit Hausaufgaben zurück in unser Hostel. Manchmal führen wir ausgiebige Grammatikdiskussionen und fühlen uns wie Sprachwissenschaftler. Nach einer Woche ist unser Sprachzentrum mit frischgrünem Spanisch und unser Herz mit warmroter Latzhosenfreundschaft aufgeladen.</p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-873" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/04/0.Spanish-808x538.jpg" alt="0.Spanish" width="808" height="538" /></p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-872" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/04/0.Spanish_Board-808x509.jpg" alt="0.Spanish_Board" width="808" height="509" /></p>
<h3></h3>
<p>Später am Tag stehen wir wieder mit unseren bunt gemixten Freunden auf der Straße und trinken orangene Margarita oder rotes Michelada oder gelbes Bier oder schwarzes Rum-Cola. Mit Mango oder Tomate oder Limette oder Limette. Wir trinken bunt und wir reden bunt – über grüne und weiße Wellen, über blaue und weise Latzhosen, über das Leben. Irgendwann am Abend gehen wir ein Stück die Straße runter in unseren Lieblingsclub. Ein holzfarbenes Gebäude mit einer dunklen Tanzfläche und einigen roten und grünen Lasern. Alles ist schwarz-rot-grün hier drin und der DJ spielt bunt gemixte Musik. Das Konzept heißt ‚Das worauf ich gerade Lust habe’ und so kommt nach Raeggea Salsa und nach Bachata Hip Hop. Aber genau das macht Spaß und passt wunderbar in das bunte Bocas Leben. Du weißt nie, was gleich passiert, aber es wird dich überraschen und ganz sicher eine andere Farbe tragen als das Jetzt.</p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-864" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/04/0.Sea_Barcas_Parking-808x538.jpg" alt="0.Sea_Barcas_Parking" width="808" height="538" /></p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-855" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/03/0.Boats_Colorful-808x538.jpg" alt="0.Boats_Colorful" width="808" height="538" /></p>
<h3></h3>
<p>Einen anderen Tag laufen wir in eine gelb leuchtende Handleserin. Maria. Von ihr lassen wir uns die Hand lesen und die Karten legen und stundenlang ist unser Bocas irgendwie dunkellila mystisch. Einen anderen Tag radeln wir abends mit bunt gepunkteten Fahrrädern zum Jiu Jitsu Unterricht. In strahlend weißen Schweren Sportanzügen schwitzen und kämpfen wir und unser buntes Bocas ist weiß und klar, technisch und triefend. Einen anderen Tag sind wir zu einer Babyshower eingeladen. Einen Nachmittag lang essen wir Popcorn aus hellblauen Schächtelchen mit weißen Schleifchen. Wir machen Polaroidfotos mit falschen tiefschwarzen Moustaches an Stäben und blau-weißen Kapitänsmützen. Unser Bocas ist durch und durch in babyblau getaucht. Es wird ein Junge.</p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-870" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/04/0.Sea_Windows-808x489.jpg" alt="0.Sea_Windows" width="808" height="489" /></p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-871" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/04/0.Sky__Shine-808x522.jpg" alt="0.Sky__Shine" width="808" height="522" /></p>
<h3></h3>
<p>Und dann gibt es da diesen Moment, in dem ich ganz allein auf der Straße stehe, mitten in der rot-orangenen Abenddämmerung. Der graue Rauch meiner Zigarette steigt auf und ich stehe einfach nur dort. Die Luft ist viel klarer und durchsichtiger als sie sonst ist und so auch meine Gedanken. Ich denke über das Hier und Jetzt nach, wieviele Farben der heutige Tag schon wieder trug und wie wunderschön sie alle waren. Genau jetzt trägt Bocas schon wieder eine ganz neues Kleid: Transparenz. Es fühlt sich an, als sei ich die einzige Person hier. Wo sonst immer buntes passiert, ist genau jetzt Leere. Wo sonst immer bunte Freunde umherwuseln, ist genau jetzt Niemand. Für diesen Moment fühle ich mich isoliert vom bunten Bocas Leben. Ich trage transparente Farbe und niemand kann mich sehen. Bis ich verstehe, dass auch dies eine Nuance in Bocas Farbpalette ist. Eine Nuance, die mich am meisten überrascht. Hier möchte ich bleiben, bis wirklich keine Farbe mehr unentdeckt ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Danke <a title="Link zur Sprachschule Habla Ya" href="http://www.hablayapanama.com/" target="_blank" class="broken_link">Habla Ya</a> für das goldene Spanisch.</p>
<p>Danke <a title="Link zum Hostel Tungara" href="http://tungara.com/" target="_blank">Hostel Tungara</a> für das orangene Zimmer.</p>
<p>Danke <a title="Link zur Surfschule Mono Loco" href="http://monolocosurfschool.com/" target="_blank">Mono Loco </a>für die grünen Wellen.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="http://stories-i-tell.com/panama-karibik-bocas-del-toro/">Weißes Kokosbrot, grüne Wellen und rote Latzhosen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="http://stories-i-tell.com"></a>.</p>
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		<title>Happy caribbean Birthday!</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jan 2015 20:18:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Lena]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Das beste Geburtstagsgeschenk kann man nicht kaufen und braucht man nicht tragen. Es ist eine innere Einstellung.</p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wache auf, über mir mein Moskitonetz, neben mir eine Karte. Es ist schön unter einem Moskitonetz aufzuwachen. Die Welt darunter ist weiß und gemütlich und irgendwie eingelegen. Die Welt außerhalb ist zu verschwommen, um wirklich zu existieren. Sie wird erst real, wenn man sich für sie entscheidet und unter dem Netz hervorkriecht. Es ist auch schön neben einer Karte aufzuwachen. Es ist etwa halb neun und meine Mitreisenden Sani und Joelito sind schon ausgeflogen zu ihrem frühen Tauchkurs. Sie haben mir diese Karte hinterlassen, eine selbstgebastelte. Außen rot mit weißen Punkten, innen blau mit eingeklebten bunten Buchstaben. Jeder dritte ist durch Reisestrapazen abgefallen und mit einem Kuli wieder nachgezeichnet: HaPpY BIrtHDaY!</p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-628" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/01/0.KarteI-808x606.jpg" alt="0.KarteI" width="808" height="606" /></p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-634" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/01/0.SaniJoelito-808x538.jpg" alt="0.Sani&amp;Joelito" width="808" height="538" /></p>
<h3></h3>
<p>Daneben liegt noch etwas: Eine Packung meiner hiesigen Lieblingskekse. Alle sind durch Reisestrapazen zerkrümelt. Es ist eine Packung meiner hiesigen Lieblingskekskrümel. Ich lese die Karte viel zu lange, als man eigentlich dafür braucht. Dann starre ich sie noch etwas an. Sie ist viel hübscher, als ich mir je eine Karte aus einem Backpack hätte vorstellen können. Irgendwann entscheide ich mich für die Außenwelt und krieche unter dem Netz hervor und gleich weiter auf die Terrasse. Hier wartet schon die Karibik auf mich: Sonne, Meer, Palmen und Sandflöhe.</p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-615" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/01/0.Bird_Sea-808x538.jpg" alt="0.Bird_Sea" width="808" height="538" /></p>
<h3></h3>
<p>Wie ich es in meiner Karibikroutine jeden Morgen tue, krame ich meine Matte heraus und mache eine Yogaklasse. Das ist eh jeden Morgen anders, aber diesen Morgen ganz besonders gut. Atmung und Bewegung sind im mühelosen Einklang, Figuren formen sich wie von selbst und beim Shavasana sinke ich so tief in den Boden, dass ich sogar endlich einmal spüre, wovon mir schon ein paar Ureinwohner Utilas berichtet hatten: Manchmal, wenn sie gerade ganz ruhig auf dem Boden sitzen, spüren sie ein ganz sanftes Erdbeben tief drinnen in der Erde. Es fühlt sich verwirrend an. Da es ein unbekanntes Gefühl ist, versucht mein Gehirn zunächst bekannte Erklärungen zu finden. Ein Hund, der mit ziemlich intensiven Schritten auf der Terrasse umherläuft. Oder jemand, der genau unter mir ziemlich fest an den Terrassenstützen rüttelt. Aber da ist kein Hund und kein Rüttler. Ein bisschen unheimlich und zugleich aufregend so etwas so tief aus der Erde zu spüren.</p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-626" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/01/0.Hammock_me-808x538.jpg" alt="0.Hammock_me" width="808" height="538" /></p>
<h3></h3>
<p>Als mir mein Gehirn vortäuscht, dass der Hund immer riesiger wird je näher er auf mich zuläuft, wird es zu verrückt. Ich springe auf und unter die Dusche. Unter der Dusche bin ich auch gerne, fast genauso gerne wie unter’m Netz. Danach stolpere ich raus auf die Straße. Die einzige Straße auf dieser karibischen Insel Utila. Gleich um die Ecke begrüßt mich der ältere, freundliche Mann, der oft dort sitzt: „Hello Princess! Today we got god’s blessing: the wind.“ Und er hat Recht, denn wenn es Wind gibt, gibt es keine Sandflöhe und wenn es keine Sandflöhe gibt, gibt es nichts, dass dir das Karibikfeeling zerstört und dich einfach nur nach einer neuen Haut suchen lässt.</p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-635" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/01/0.Sea_-808x538.jpg" alt="0.Sea" width="808" height="538" /></p>
<h3></h3>
<p>Nach Frühstück muss ich trotzdem suchen und komme dabei an der Tauchschule von Sani und Joelito vorbei. Also schaue ich mal, was die beiden gerade treiben. Als hätten sie auf mich gewartet, kommen sie gerade pitschnass aus dem Wasser und stimmen zum ersten Geburtstagsständchen an. Dreistimmig von Sani, Joelito und Ernesto, dem Tauchlehrer, der egal was er sagt oder singt, immer ein ansteckendes Lachen im Gesicht trägt. Zum Ständchen gibt es eine pitschnasse Umarmung, die in der heißen Karibiksonne genau richtig kommt. Ernesto tauft mich für den heutigen Tag Cumpleañita. Wie es sich fügt, haben sie auch genau jetzt ihre Pause und wir gehen gemeinsam essen. In die Bar mit der großen gemütlichen Terrasse über dem Meer. Meinen Lieblingsplatz auf der Schaukel, Glückwünsche vom mittlerweile befreundeten Barpersonal und ein Gemüseomelett bekomme ich hier.</p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-637" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/01/0.RehabI-808x606.jpg" alt="0.RehabI" width="808" height="606" /></p>
<h3></h3>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-620" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/01/0.Boat_Sani-808x538.jpg" alt="0.Boat_Sani" width="808" height="538" /></p>
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<p>Anschließend schnappen wir unsere Schwimmsachen und düsen mit unserer Lieblingsbootcrew auf unserem Lieblingsboot raus ins karibische Meer. Dieses ist tatsächlich, wie man es sich vorstellt: azurblau, kristallklar und badewannenwarm. Wir ankern mitten im Riff, manche schnorcheln, manche tauchen, manche hängen auf dem Boot rum. Unser Kapitän Foster Cooper, der erst durch uns erfahren hat, dass sein Vor- als auch sein Nachname jeweils der Name einer australischen Biersorte ist, spielt seine Playlist. Dieselbe Playlist wie alle anderen Tage. Dieselbe Playlist, die aus denselben fünf Songs besteht. Zweimal karibischer Reggaeton, zweimal amerikanischer Country und einmal deutsche Charts. Dazu floatet es sich super im Rettungsring hinter dem Boot. Foster und mein Lieblingsspiel ist Mermaid-Catching: Ich sitze im Reifen, er zieht mich mit einem Seil ins Boot, dabei fangen meine Haare soviel Seegras ein, wie es wohl braucht, um zur Meerjungfrau zu mutieren. Beim Seegrasrauspulen stimmen Joelito und seine Gitarre zu noch einem Geburtstagsständchen an. Mitten auf diesem Boot, mitten in diesem karibischen Meer spielt er eine Eigeninterpretation von ‚Happy Birthday’. Alle stimmen mit ein, auch ich.</p>
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<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-638" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/01/0.jump_Lena_Sani-2-808x538.jpg" alt="0.jump_Lena_Sani 2" width="808" height="538" /></p>
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<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-616" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/01/0.Boat_Dive_Tanks-808x538.jpg" alt="0.Boat_Dive_Tanks" width="808" height="538" /></p>
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<p>Im Sonnenuntergang fahren wir mit dem Boot zurück zum Steg. Der Sonnenuntergang ist wirklich besonders schön, weil er jede Nuance von pink trägt, weil er über dem karibischen Meer stattfindet und weil er mein Geburtstagssonnenuntergang ist. Am Steg trinken wir kaltes karibisches Bier, das tatsächlich weniger nach Wasser als nach Bier schmeckt. Gerade als wir dieses öffnen, kommen Lilly und Bruce um die Ecke. Ein lokales Paar, mit dem wir drei Tage zuvor die gesamte Weihnachtsnacht am Strand durchgetanzt haben, uns seitdem verbunden fühlen und unbedingt wiedertreffen wollten. Als hätten sie gewusst, dass wir gerade jetzt mit kaltem Bier anstoßen. Das Wiedersehen ist fröhlich, herzlich und voller lustiger bis beschämender Erinnerungen.</p>
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<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-619" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/01/0.Boat_People-808x630.jpg" alt="0.Boat_People" width="808" height="630" /></p>
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<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-622" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/01/0.Chillin_Dock-808x501.jpg" alt="0.Chillin_Dock" width="808" height="501" /></p>
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<p>Sani, Joelito und Ernesto verschwinden kurz und kommen kurz danach mit einem Kuchen mit Kerze und Ständchen wieder. Man kann nie genug Geburtstagsständchen bekommen. Gleiches gilt für Kuchen, vor allem, wenn es Karottenkuchen von einer lokalen Karottenkuchenkönigin ist. Saftig, mit Nüssen und einem cremigen Icing. Er ist wahnsinnig lecker und so viel mehr als ein Karottenkuchen. Alle gesellen sich darum und wie es sich fügt, gibt es genau ein Stück für jeden, der gerade auf dem Steg ist. Geschirr gibt es nicht und nur ein Bootsmesser, aber in der Hand gematscht schmeckt es noch besser. Niemand scheut sich und alle haben Icing an der Nase kleben.</p>
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<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-636" src="http://stories-i-tell.com/wp-content/uploads/2015/01/0.TITEL_-808x577.jpg" alt="0.TITEL?" width="808" height="577" /></p>
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<p>Eine große Kerze steckt auf dem Kuchen, als ich sie auspuste, wünsche ich mir, dass einfach alle kommenden Tage in genau so einem Fluss sich fügender Momente verweilen.</p>
<p>Denn dieser Tag war einer, von dem ich mir ein ganzes Leben wünsche. Momente einfach atmen lassen, sie leben, wenn sie da sind, vom einen in den anderen fließen und ab und an mal einen guten Karottenkuchen teilen.</p>
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<p>Danke <a title="Link zum Hotel Margarita Bay" href="http://www.tripadvisor.com/Hotel_Review-g292020-d3587959-Reviews-Hotel_Margarita_Bay-Utila_Bay_Islands.html" target="_blank" class="broken_link">Hotel Margarita Bay</a> für das Karibik Zuhause.</p>
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